Lisa Reichmann

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Entwurf
Einladung zur 2.Stufe des Wettbewerbes "Kunst am Bau für das Finanzamt Halle (Saale)"

Gemeinschaftsarbeit mit Franziska Friese und Robert Filipski
2015/16


Konzept:
Ausgangspunkt dieses Konzeptes ist der Bezug des Finanzamtes zum Bürger, dessen Mitarbeiter sich als Dienstleister für die Bürger verstehen und durch deren Vereinnahmung und Verwaltung der Steuern die Grundlage für die Handlungsfähigkeit unseres Gemeinwesens geschaffen wird.

Die Figuren im Bereich der Lichthöfe sind so gewählt, dass sie einen Ausschnitt aus verschiedenen Bevölkerungs-, Berufs-, und Altersgruppen zeigen, die – wie wir alle - im Bezug zum Finanzamt stehen, sei es als Dienstleistender, als Staatsdiener, als Rentner, oder Familie - jeder Einzelne hat im direkten oder indirekten Bezug eine Verbindung zum Finanzamt.

Der Entwurf sieht vor 9 Figuren im Bereich der Schwerter zu installieren. Die Figuren sind mit einer maximalen Größe von 2,10 m – 2,30 m überlebensgroß und von der Straße und dem Hallmarkt durch ihre klaren Formen sehr gut sichtbar und erreichen durch ihre Präsenz über dem Eingangsbereich eine maximale Außenwirkung.

Zur Straßenseite sind die Figuren stark farbig und aus Emaille (emailliertes Stahlblech, 1,5 mm, gelasert, geschliffen, und in mehreren Vorgängen bemalt und gebrannt) im Bereich des Lichthofes mit Blick auf die Büros und Flure des Finanzamtes, werden die Figuren als Schattenrisse wiederholt (Stahlblech, 3 mm, verzinkt und lackiert), die damit verbundene Scherenschnittartige Form lässt von jeder Figur grobe Züge erkennen.
Der Entscheidung die Figuren nach Außen hin stark farbig zu gestalten und in Richtung Lichthof einfarbig (schwarz/antrazit) als Schattenrisse zu halten, liegt die Tatsache zu Grunde, dass zwar jeder Einzelne als Individuum mit dem Finanzamt in Kontakt tritt (farbige Außenansicht), die Mitarbeiter der Behörde jedoch verpflichtet sind, sämtliche zu bearbeitende Steuerfälle objektiv und sachlich zu betrachten und im Sinne des Gemeinwesens zu handeln (einfarbige Innenansicht).












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Entwurf
Gestaltung der Chorfenster in der Kirche Rohrbeck

Gemeinschaftsarbeit mit Kathrin Endres und Nina Hohberger
2012


Konzept:
Ausgehend vom Kirchenraum und seinen Schätzen ( Altar, Engel, Kanzel...) sehen wir einen Entwurf vor, der in seiner Gestaltung die Eigenschaft der Fenster nutzt, um eine warme Lichtstimmung zu erzeugen. Das Thema Licht greift er thematisch auf und geht mit dem Altarbild und dessen Ausrichtung auf das Neue Testament mit der Kreuzigungsszene und die damit verbundene Hoffnung in Jesu Christi ( "Ich bin das Licht der Welt", Joh. 8), eine Verbindung ein.
Inhaltlich werden keine neuen Schwerpunkte hinzugefügt, sondern das Vorhandene aufgegriffen, unterstützt und Raum für eigene Gedanken gelassen. Hierfür nutzen wir zwei der ältesten Symbole: Den Kreis und das Kreuz.
Das Kreuz strukturiert die Glasflächen in farblichen Abstufungen. In dieser Grundstruktur bildet das Kreuz mit seinem symbolischen Gehalt der Durchdringung des Himmels und der Erde die Grundlage und repräsentiert die Basis des Glaubens. In diese Struktur farblich eingefügt liegt der Kreis als Symbol der Vollkommenheit und ihm zugehörig die Rosette als Symbol des Lichtes.
Die Bogenförmige Aussenkante des Altaraufsatzes wird in den Kirchenfenstern aufgegriffen. Die Bedeutung des Altars wird formal verstärkt. Der Altar erhält einen Lichtschatten.
Das Farbspektrum (Rot, Ocker, Orange, Gelb,...) hüllt den Altarbereich in ein warmes Licht, das sich in dem festlichen Licht der Kerzenleuchter spiegelt. Es wird insgesamt eine harmonische Raumsituation geschaffen.


Konstruktion:
Der Kreis bildet die gestalterische Grundlage und ist in die architektonische Struktur der Apsis eingebettet. Er erstreckt sich über alle drei Fenster und fasst sie zu einer Einheit zusammen. Gleiches gilt für die angeschnittene Rosette, die sich über den Altar erhebt. In Anlehnung an romanische Fächerfenstergestaltung erinnert sie an die Entstehungszeit der Rohrbecker Kirche.


Design of the choir windows in the church at Rohrbeck.
Community work with Kathrin Endres and Nina Hohberger
2012

Source:
Starting from the church interior and its treasures (altar, angels, pulpit...) we see a design which uses the form of the windows to generate a warm lighting effect. It takes up the subject of light thematically and links the altar picture and its focus to the New Testament with the crucifixion scene and the related hope in Jesus Christ ("I am the light of the world", John 8).
In terms of content, no new foci are added, but the existing ones are taken up, supported and space is provided for one's own reflections. Thus, we use two of the oldest symbols: the circle and the cross. The cross structures the glass surfaces in colourful shades. In this underlying structure, the cross forms the foundation with its symbolism of penetrating heaven and earth and represents the basis of belief. Colourfully integrated into this structure, the cross is the symbol of perfection and the rosette associated with it is the symbol of light. The arched outer edge of the altar fixture is taken up in the church windows. The significance of the altar is reinforced formally. The altar contains a light shadow. The colour spectrum (red, ochre, orange, yellow...) envelops the altar area in a warm light which is reflected in the solemn light of the candlesticks. An atmosphere of spatial harmony is created as a general effect.

Construction:
The circle forms the creative basis and is embedded into the architectural structure of the apse. It extends above all three windows and unites them. The same applies to the cut-out rosette which is raised over the altar. By alluding to the design of Roman fan windows, it reminds us of the period of origin of the church at Rohrbeck.





























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»Gestaltung der Altarrückwand im Neubau des Gemeindezentrums der Ev. – Luth. Erlöserkirchgemeinde in Leipzig – Thonberg«, Fertigstellung 2006
4 x 6,3 m

In Zusammenarbeit mit Nina Hohberger und Kathrin Endres

Die Gestaltung der Altarrückwand besteht aus einem textilen Bild. Es ist in seiner Größe den gegebenen Verhältnissen des Kirchenraumes angepasst. Das Format erstreckt sich in der Höhe fast über die gesamte Wand. Es ist mittig zum Altarpodest platziert. Das Bild ist ein Gewebe aus Papierstreifen, bestrichen mit selbst gemischten Farben und ausgewählten Pigmenten.
Die waagerechte Einteilung des gewebten Bildes ist einer perspektivischen Treppenkonstruktion untergeordnet. Die einzelnen Stufenhöhen entsprechen unterschiedlichen Bindungsarten. Diese sind der Weberei entnommen. Durch die textile Technik liegt dem Altarbild eine Kreuzstruktur zu Grunde.



»Design of the rear altar wall in the new community centre building of the Protestant Lutheran Church of the Redeemer in Leipzig - Thonberg«, completed in 2006
4 x 6.3 m

Community work with Kathrin Endres and Nina Hohberger

The design of the rear altar wall is made up of a textile picture.
Its dimensions are adapted to the given conditions of the church interior. The format extends upwards covering almost the entire wall. It is placed centrally to the altar platform. The picture is a canvas made of strips of paper, painted with individually mixed colours and selected pigments.
The horizontal arrangement of the canvas is dominated by a step construction in perspective. The individual steps correspond to various types of binding. These are taken from weaving. A cross structure created by textiles forms the basis of the altar picture.


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

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